Jubeljahr

Prüfung und Freigabe — warum nichts von allein gebucht wird

Jede Buchung landet offen in der Prüfung. Du gibst sie frei, und ab da ist sie fest. Was „offen“, „freigegeben“ und „exportiert“ bedeuten, was die Freigabe verriegelt, wie man sie zurücknimmt, und was die Prüfung dir dabei abnimmt.

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Belege werden gelesen, Kontoauszüge importiert, Verbindungen abgerufen, und nichts davon bucht an dir vorbei. Alles landet offen in der Prüfung. Das ist der Grundsatz, an dem Jubeljahr hängt: Maschinen lesen, du gibst frei.

Drei Zustände

  • Offen: In der Prüfung. Kategorie, Konto, Datum, Gegenseite und Text lassen sich ändern, ein Beleg lässt sich zuordnen, die Buchung lässt sich löschen. Ohne Kategorie steht „Kategorie fehlt“ an der Zeile, und freigeben geht nicht.
  • Freigegeben: Du hast gesagt, so ist es. Die Buchung wandert in die Ansicht Freigegeben, sortiert nach Periode, und wartet auf den Export. Die Kategorie ist verriegelt; „Wieder öffnen“ holt sie zurück in die Prüfung.
  • Exportiert: Im Stapel, der beim Steuerbüro liegt. Ab hier ändert sich nichts mehr, und nach der bestätigten Übergabe holt die Löschfrist sie.

Was die Prüfung abnimmt

Eine Zeile in der Prüfung: Anzeigenblatt Schwalm-Bote, Kategorie Werbekosten, 2026-09-06, über CSV-Import, −29,90 €, darunter die Kategorie-Knöpfe Bewirtung, Geringwertige Wirtschaftsgüter, Telekommunikation, Abschreibungen, Bankgebühren und rechts der grüne Knopf „Freigeben“
Eine offene Buchung mit Kategorie: Die häufigsten Kategorien stehen als Knöpfe, „Weitere Kategorien“ klappt den Rest auf, und „Freigeben“ ist erst dann grün, wenn eine Kategorie gewählt ist.

Die Kategorie schlägt sie vor, aus deinen früheren Entscheidungen (Buchungs-Regeln); die häufigsten stehen als Knöpfe vorn. Auto-Sortierung weist zu, was eine Regel eindeutig auflöst, und lässt den Rest offen. Zuordnungsvorschläge legen Beleg und Kontoauszugszeile zusammen, wenn Betrag und Datum passen; aus zwei Zeilen wird eine Buchung mit Beleg. Marken aus deinen Beleg-Regeln stehen an der Zeile und sagen, was dir auffallen sollte, ohne etwas zu verriegeln.

Filter und Suche machen die Liste kurz: nach Quelle, Richtung, Kategorie oder „ohne Kategorie“, Datum, Betrag, Konto. Wer nur sehen will, was heute Nacht von der Bank kam, wählt die Quelle.

Was die Freigabe verriegelt, und warum

Nach der Freigabe sind Kategorie und Konto fest. Nicht, weil eine Änderung verboten wäre, sondern weil ab da andere Dinge auf der Buchung aufbauen: die Auswertung, der Export, die Kanzlei. Eine Änderung soll deshalb ein bewusster Schritt sein, „Wieder öffnen“, und nicht ein Tippfehler in einem Auswahlfeld. Wer eine Buchung über die API freigibt, hinterlässt seinen Namen daran; siehe Agenten-Schnittstelle.

Testdaten aus einer Sandbox-Verbindung durchlaufen denselben Weg, sind aber markiert, und der Export verweigert den Dienst, solange welche im Zeitraum liegen. Nichts Erfundenes erreicht ein Steuerbüro.

Häufige Fragen

Warum kann ich die Kategorie nach der Freigabe nicht mehr ändern?
Weil die Freigabe der Moment ist, an dem du sagst: So ist es. Ab da rechnet die Auswertung damit, und der nächste Export nimmt es mit. Wer doch etwas ändern will, öffnet die Buchung wieder — ein Klick — und gibt sie erneut frei. Was schon exportiert ist, lässt sich nicht mehr öffnen; das steht beim Steuerbüro.
Was macht „Massenfreigabe“?
Sie gibt alle offenen Buchungen frei, die eine Kategorie haben. Was ohne Kategorie ist, bleibt liegen, und die Meldung sagt, wie viele. Die Automatik davor, „Auto-Sortierung“, weist Kategorien nur zu, wo eine gelernte Regel eindeutig passt — sie rät nicht.

Passt dazu

Wer das nicht selbst sortieren will

Jubeljahr ist eine Vorbuchhaltung als Durchgangsstation: Belege kommen herein, werden vorkategorisiert, du prüfst und gibst frei, heraus geht ein DATEV-Buchungsstapel — und danach wird gelöscht. Eine vollständige Buchhaltung ist es nicht: keine Bilanz, keine Salden, keine Steuerberechnung.

Was Jubeljahr macht